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Die Haupttransmission

Von der liegenden Welle im Getriebekeller führt ein breiter Treibriemen zur Transmission in der ersten Etage. Die hier befindliche Transmission war früher die Haupttransmission. Aus Sicherheitsgründen wurden bei der jetzigen Restaurierung viele Riemenantriebe auf eine zusätzliche Transmission im Dachboden verlegt. Deshalb hat die Mühle nun eine erste und eine zweite Haupttransmission. Die erste Etage diente als Absackboden. Die Produkte wurden hier abgesackt und konnten über eine Sackrutsche nach draußen auf einen bereitstehenden Wagen befördert werden.
  • Rechter Absackstutzen (Wasserseite) über der Waage: Absackung des fertigen Mehls, kann gleich gewogen werden
  • Linker Absackstutzen (Hofseite): Absacken von Kleie, Schrot und Grieß

Darüber verläuft eine Förderschnecke zum Transport der Zwischenprodukte in ein kleines Silo. Vom Rohrboden führt ein Riemen ins Dach zur Haupttransmission, die dem Antrieb der beiden Elevatoren, des Sechskantsichters und der Eureka dient.

Die Transmissionstechnik auf dem Rohrboden weist auf umfangreiche, früher vorhandene Mühlentechnik hin. Ein weiterer Riemen führte früher auf den Steinboden und trieb dort eine dritte Transmission an der Giebelwand zum Hof hin an. Von dort führte ein Riemen durch die Giebelwand auf den Hof zum Antrieb landwirtschaftlicher Geräte, ein zweiter Riemen ging zum Walzenstuhl. Durch ein besonderes Vorgelege auf dem Dachboden konnte in späterer Zeit die Haupttransmission durch einen Elektromotor angetrieben werden.

Zwischen den rechten Elevatorschächten befindet sich auf de m Absackboden der Luftfilter für die Eureka. Die luft tritt aus und der Schälstaub gelangt in den „Drecksack“ auf dem Mahlboden.